Überladung von Wohnmobilen in Norwegen

Wer mit dem Wohnmobil nach Norwegen reist, sollte das Thema Gewicht und Zuladung nicht unterschätzen. Gerade bei längeren Reisen kommen schnell viele Kilogramm zusammen: Frischwasser, Gasflaschen, Fahrräder, Campingmöbel, Lebensmittel, Kleidung und persönliches Gepäck. Was beim Packen vielleicht harmlos erscheint, kann das zulässige Gesamtgewicht schnell überschreiten.

Die norwegische Straßenverkehrsbehörde Statens vegvesen weist ausdrücklich darauf hin, dass das zulässige Gesamtgewicht eingehalten werden muss. Bei einer Überladung können sich Bremsweg, Lenkverhalten und die allgemeinen Fahreigenschaften des Wohnmobils deutlich verschlechtern. Bei einer Kontrolle kann das Fahrzeug gewogen werden. Ist es zu schwer, kann die Weiterfahrt untersagt werden, bis ein Teil der Ladung entfernt wurde.

Auch die Achslasten sollte man im Auge behalten. Ein Wohnmobil kann insgesamt noch innerhalb seines zulässigen Gesamtgewichts liegen, während beispielsweise die Hinterachse bereits zu stark belastet ist. Besonders Fahrräder, schwere Kisten oder ein voll beladener Heckstauraum können die Achslast deutlich erhöhen.

Bei größeren Überschreitungen können in Norwegen zusätzlich Überladungsgebühren und Bußgelder fällig werden. Die Höhe richtet sich nach dem Umfang der Überladung. Das norwegische Verkehrsrecht ermöglicht außerdem, ein überladenes Fahrzeug vorübergehend stillzulegen beziehungsweise die Nutzung zu untersagen.

Deshalb lohnt es sich, das Wohnmobil vor der Abfahrt einmal komplett beladen zu wiegen – also so, wie man tatsächlich in den Urlaub startet. Dabei sollten auch Wasser, Gas, Fahrräder und das Gepäck berücksichtigt werden. Statens vegvesen weist darauf hin, dass an verschiedenen Kontrollstationen in Norwegen Wiegeeinrichtungen zur Verfügung stehen.

Unser Tipp: Lieber mit etwas Reserve fahren und nicht jedes Kilogramm der zulässigen Zuladung ausreizen. Gerade auf den teilweise kurvenreichen und anspruchsvollen Straßen Norwegens ist ein korrekt beladenes Wohnmobil nicht nur gesetzlich sicherer, sondern auch deutlich angenehmer und sicherer zu fahren.