Überladung von Wohnmobilen in den Niederlanden
Wer mit dem Wohnmobil in die Niederlande reist, sollte nicht nur auf die Verkehrsregeln und die Geschwindigkeitsbegrenzungen achten, sondern auch das zulässige Gesamtgewicht im Blick behalten. Gerade bei längeren Reisen kommt durch Gepäck, Fahrräder, Campingausrüstung, Lebensmittel und gefüllte Wassertanks schnell einiges an Gewicht zusammen.
Für uns gehört deshalb zur Reisevorbereitung, dass wir uns nicht nur um die Route und die Stellplätze kümmern, sondern auch prüfen, ob unser Wohnmobil richtig beladen ist. Denn eine Überladung kann nicht nur teuer werden, sondern auch die Sicherheit auf der Straße beeinträchtigen.
Zulässiges Gesamtgewicht – was ist zu beachten?
Entscheidend ist die zulässige Gesamtmasse, die in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist. Sie umfasst das Fahrzeug einschließlich seiner Beladung, der Insassen und des mitgeführten Gepäcks.
Dabei müssen wir zwei Dinge unterscheiden:
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Wohnmobile bis 3,5 Tonnen: Das zulässige Gesamtgewicht darf 3.500 kg nicht überschreiten.
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Wohnmobile über 3,5 Tonnen: Hier gilt die höhere, in den Fahrzeugpapieren eingetragene zulässige Gesamtmasse. Zusätzlich müssen die zulässigen Achslasten eingehalten werden.
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Auch wenn das Gesamtgewicht noch innerhalb der Grenze liegt, darf keine einzelne Achse überlastet sein. Deshalb reicht es nicht immer aus, das Wohnmobil nur insgesamt zu wiegen.
Welche Folgen hat eine Überladung?
Wer mit einem überladenen Wohnmobil in den Niederlanden unterwegs ist, muss bei einer Kontrolle mit Konsequenzen rechnen. Die Höhe eines möglichen Bußgeldes hängt unter anderem von der Art des Verstoßes und dem Ausmaß der Überschreitung ab. Auch eine Überlastung einzelner Achsen kann beanstandet werden.
Je nach Situation kann die Weiterfahrt untersagt werden, bis das Gewicht wieder innerhalb der zulässigen Grenzen liegt. Dann muss beispielsweise Gepäck umgeladen oder die Ladung anderweitig reduziert werden.
Wichtig: Ein pauschaler Bußgeldbetrag für alle Wohnmobile lässt sich nicht seriös angeben. Die jeweils geltenden niederländischen Bußgeldvorschriften sollten vor der Reise geprüft werden.
Unterschiede bei der Überladung
Die niederländischen Vorschriften unterscheiden nach dem Umfang der Gewichtsüberschreitung. Nach den veröffentlichten Vorgaben der niederländischen Staatsanwaltschaft gelten bei Überschreitungen der zulässigen Gesamtmasse folgende Schwellen und Maßnahmen: <Cite refs={["turn272551search12","turn272551search3"]}/>
| Überschreitung des zulässigen Gewichts | Mögliche Folgen |
|---|---|
| Weniger als 5 % | Bei der Gesamtmasse grundsätzlich unterhalb der Verfolgungsschwelle |
| Ab 5 % | Ein Bußgeldverfahren kann eingeleitet werden |
| Ab 10 % | Zusätzlich kann eine Maßnahme angeordnet werden, durch die die Überladung beseitigt werden muss |
Diese Angaben beziehen sich auf die niederländischen Vorgaben zur Gewichtsüberschreitung. Bei Achslasten gelten teilweise andere Schwellen. Die konkreten Sanktionen richten sich nach dem jeweiligen Tatbestand. <Cite refs={["turn272551search3","turn272551search0"]}/>
Was bedeutet das für Wohnmobile unter und über 3,5 Tonnen?
Wohnmobile bis 3,5 Tonnen: Gerade bei diesen Fahrzeugen ist die Zuladung häufig knapp bemessen. Schon Fahrräder, Markise, Campingmöbel, Gepäck und Wasser können dazu führen, dass das zulässige Gesamtgewicht überschritten wird.
Wohnmobile über 3,5 Tonnen: Auch bei schwereren Wohnmobilen muss das eingetragene Gesamtgewicht eingehalten werden. Außerdem sind die zulässigen Achslasten zu beachten. Ein höheres Gesamtgewicht bedeutet also nicht, dass das Fahrzeug beliebig beladen werden darf.
Unsere Tipps für die Reise
Damit wir in den Niederlanden möglichst entspannt unterwegs sein können, empfehlen wir:
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Das Wohnmobil vor der Abreise reisefertig wiegen – einschließlich Insassen, Gepäck und Campingausrüstung.
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Die Vorder- und Hinterachse möglichst einzeln wiegen lassen.
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Frischwasser nur in der tatsächlich benötigten Menge mitführen.
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Schwere Gegenstände möglichst tief und sicher verstauen.
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Die Gewichtsangaben in den Fahrzeugpapieren kontrollieren.
Unser Fazit: Vor der Fahrt auf die Waage zu fahren ist besser, als unterwegs bei einer Kontrolle eine böse Überraschung zu erleben. So können wir unseren Urlaub in den Niederlanden genießen, ohne uns unnötige Sorgen um das Gewicht unseres Wohnmobils machen zu müssen.
Offizielle Informationen:
Maut für Wohnmobile in den Niederlanden
Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte sich vor der Reise über die geltenden Mautregelungen informieren. Besonders bei Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen kommt häufig die Frage auf, ob für die Nutzung von Autobahnen und Bundesstraßen zusätzliche Gebühren anfallen.
Die gute Nachricht für uns Wohnmobilfahrer: In Deutschland und den Niederlanden sind private Wohnmobile grundsätzlich nicht allein aufgrund ihres Gewichts mautpflichtig. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen den beiden Ländern, die wir bei der Reiseplanung beachten sollten.
Wohnmobile unter oder bis 3,5 Tonnen
Für private Wohnmobile mit einer zulässigen Gesamtmasse von höchstens 3,5 Tonnen fällt auf den niederländischen Autobahnen grundsätzlich keine allgemeine streckenbezogene Maut an.
Wir können die meisten Autobahnen daher ohne zusätzliche Mautkosten nutzen. Eine Ausnahme bildet beispielsweise der mautpflichtige A24-Blankenburg-Verbindungstunnel bei Rotterdam. Dort wird die Gebühr elektronisch erhoben.
Wohnmobile über 3,5 Tonnen
Seit dem 1. Juli 2026 gilt in den Niederlanden eine neue kilometerabhängige Lkw-Maut. Sie betrifft in- und ausländische Fahrzeuge der Fahrzeugklassen N2 und N3 mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen. Für betroffene Fahrzeuge ist ein funktionierendes Mautgerät erforderlich.
Wichtig für Wohnmobilfahrer: Ein privates Wohnmobil ist nicht allein deshalb mautpflichtig, weil es mehr als 3,5 Tonnen wiegt. Entscheidend ist die Fahrzeugklasse in den Zulassungsunterlagen. Wohnmobile, die als Wohnmobile beziehungsweise Sonderfahrzeuge der entsprechenden Kategorie zugelassen sind, fallen normalerweise nicht unter die neue Lkw-Maut. Bei ungewöhnlichen Zulassungen oder umgebauten Fahrzeugen sollte die Einstufung vor der Fahrt geprüft werden.
Das frühere Eurovignetten-System wurde in den Niederlanden zum 1. Juli 2026 abgeschafft. Es ist daher nicht mehr als niederländische Lkw-Maut zu erwerben.
Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Webseite der niederländischen Regierung: Lkw-Maut in den Niederlanden.
Unser Fazit für die Reiseplanung
Für unsere Reisen mit dem Wohnmobil können wir uns merken: In Deutschland und den Niederlanden gibt es keine allgemeine Autobahnmaut für private Wohnmobile, die allein an der Grenze von 3,5 Tonnen festgemacht wird.
Trotzdem lohnt es sich, vor der Abfahrt die Fahrzeugpapiere zu prüfen und mögliche Sondermautstrecken, Tunnel oder einzelne mautpflichtige Verbindungen in die Routenplanung einzubeziehen. So vermeiden wir unnötige Überraschungen unterwegs und können unsere Reise entspannt genießen.
Hinweis: Die Mautregelungen können sich ändern. Deshalb empfehlen wir, vor jeder Reise die aktuellen Bestimmungen auf den offiziellen Webseiten der jeweiligen Länder zu überprüfen.
Maut in Deutschland – Was gilt für Wohnmobile unter und über 3,5 Tonnen?
Wer mit dem Wohnmobil in Deutschland unterwegs ist, kann sich in den meisten Fällen über mautfreie Straßen freuen. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern gibt es auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen grundsätzlich keine allgemeine Maut für Wohnmobile. Allerdings kommt es darauf an, ob unser Wohnmobil als Wohnmobil zugelassen ist oder ob es sich um ein anderes Fahrzeug, beispielsweise einen Lkw, handelt.
Wohnmobile unter 3,5 Tonnen
Mit einem Wohnmobil bis einschließlich 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse können wir die deutschen Autobahnen und Bundesstraßen grundsätzlich ohne Maut benutzen. Eine streckenbezogene Autobahnmaut wie in einigen anderen europäischen Ländern gibt es für diese Wohnmobile nicht.
Auch für die Fahrt durch Deutschland auf dem Weg in den Urlaub, beispielsweise nach Dänemark, Schweden oder Norwegen, müssen wir daher keine allgemeine Autobahnmaut einplanen.
Wohnmobile über 3,5 Tonnen
Auch mit einem schwereren Wohnmobil müssen wir in Deutschland grundsätzlich keine Lkw-Maut bezahlen, sofern das Fahrzeug rechtlich als Wohnmobil eingestuft ist und die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt.
Seit dem 1. Juli 2024 gilt in Deutschland eine ausgeweitete Lkw-Maut für Fahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen. Diese Regelung betrifft jedoch nicht automatisch jedes Fahrzeug, das schwerer als 3,5 Tonnen ist. Wohnmobile, die ausschließlich zur Personenbeförderung beziehungsweise zum Wohnen und Reisen bestimmt sind und entsprechend als Wohnmobil eingestuft werden, sind von der Lkw-Maut ausgenommen.
Entscheidend ist also nicht allein das Gewicht. Bei einem als Wohnmobil zugelassenen Fahrzeug fällt grundsätzlich keine deutsche Lkw-Maut an. Bei umgebauten Fahrzeugen oder Fahrzeugen mit einer anderen Zulassung sollte im Einzelfall geprüft werden, ob die Voraussetzungen für die Befreiung erfüllt sind.
Gibt es Ausnahmen?
Ja, auch wenn wir mit dem Wohnmobil in Deutschland normalerweise mautfrei unterwegs sind, können einzelne Strecken oder Bauwerke gebührenpflichtig sein. Dazu zählen beispielsweise bestimmte Tunnel oder besondere Straßenverbindungen. Die jeweiligen Gebühren und Zahlungsbedingungen sollten wir vor der Fahrt prüfen.
Unser Fazit
Für uns Wohnmobilfahrer ist Deutschland in Sachen Maut vergleichsweise unkompliziert: Ob das Wohnmobil weniger oder mehr als 3,5 Tonnen wiegt, ist nicht allein ausschlaggebend. Bei einem regulär als Wohnmobil zugelassenen Fahrzeug fällt auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen grundsätzlich keine Lkw-Maut an.
Trotzdem lohnt es sich, vor jeder Reise die aktuellen Regelungen zu prüfen – besonders dann, wenn das Fahrzeug umgebaut wurde oder nicht eindeutig als Wohnmobil eingestuft ist.
Maut in Norwegen – Was müssen wir mit dem Wohnmobil beachten?
Norwegen ist unser Traumreiseziel. Wer mit dem Wohnmobil durch dieses wunderschöne Land fährt, erlebt beeindruckende Fjorde, hohe Berge, spektakuläre Küstenstraßen und traumhafte Landschaften. Doch bei der Reiseplanung sollten wir uns nicht nur Gedanken über die Route und geeignete Stellplätze machen. Auch das Thema Maut in Norwegen gehört dazu.
In Norwegen gibt es zahlreiche mautpflichtige Straßen, Tunnel, Brücken und Stadtdurchfahrten. Die Maut wird in der Regel automatisch und elektronisch erfasst. Deshalb können wir viele Mautstellen passieren, ohne anhalten oder bezahlen zu müssen. Wie hoch die Kosten ausfallen, hängt unter anderem von der Strecke, der Fahrzeugklasse und dem jeweiligen Mautsystem ab.
Besonders wichtig ist dabei, ob unser Wohnmobil ein zulässiges Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen oder mehr als 3,5 Tonnen hat.
Wohnmobile bis 3,5 Tonnen
Für Wohnmobile mit einem zulässigen Gesamtgewicht von höchstens 3,5 Tonnen gelten bei der Maut grundsätzlich die Regeln der entsprechenden leichten Fahrzeugklasse.
Die Erfassung erfolgt normalerweise automatisch über das Kennzeichen. Wer ohne einen zusätzlichen Mautchip unterwegs ist, muss sich daher nicht an jeder Mautstelle um die Bezahlung kümmern. Die Rechnung kann später über den zuständigen Mautanbieter oder einen Zahlungsdienstleister abgewickelt werden.
Wer häufiger in Norwegen unterwegs ist, sollte sich vor der Reise über die Möglichkeiten einer Registrierung und eines elektronischen Mautvertrags informieren. Je nach Anbieter können dadurch günstigere Tarife oder weitere Vorteile möglich sein.
Wichtig ist, dass wir uns nicht allein auf die Fahrzeuggröße oder das tatsächliche Gewicht verlassen. Entscheidend für die Einordnung ist grundsätzlich das zulässige Gesamtgewicht, wie es in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist.
Wohnmobile über 3,5 Tonnen
Bei Wohnmobilen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen müssen wir genauer hinschauen. Für diese Fahrzeuge können abhängig vom Mautsystem andere Regeln und Tarife gelten.
Bei schweren Wohnmobilen ist insbesondere wichtig, ob das Fahrzeug als privates Wohnmobil oder als gewerblich genutztes Fahrzeug eingestuft wird. Für schwere Fahrzeuge gelten in Norwegen teilweise besondere Vorgaben zur Verwendung eines elektronischen Mautchips und zum Abschluss eines Mautvertrags.
Ein privat genutztes Wohnmobil über 3,5 Tonnen wird nicht automatisch wie ein gewerblicher Lkw behandelt. Die Einstufung kann sich auf die Mauthöhe auswirken. Deshalb sollten wir vor der Reise prüfen, welche Fahrzeugdaten beim Mautanbieter hinterlegt werden müssen und ob ein Mautchip sinnvoll oder vorgeschrieben ist.
Gerade bei größeren und schwereren Wohnmobilen lohnt es sich, die Registrierung vor der Abfahrt zu erledigen. So lassen sich mögliche Unklarheiten bei der Fahrzeugklassifizierung und der späteren Abrechnung vermeiden.
Wie wird die Maut in Norwegen bezahlt?
Die meisten Mautstellen arbeiten elektronisch. Kameras erfassen das Kennzeichen, und die Maut wird dem Fahrzeug beziehungsweise dem hinterlegten Mautvertrag zugeordnet.
Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:
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Abrechnung über das Kennzeichen: Die Maut wird nach der Durchfahrt erfasst und später abgerechnet.
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Elektronischer Mautchip (AutoPASS): Mit einem passenden Chip und einem Vertrag kann die Abrechnung vereinfacht werden. Je nach Fahrzeug und Vertrag können Preisvorteile möglich sein.
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Abrechnung über einen Dienstleister: Je nach Anbieter können die Mautgebühren gesammelt abgerechnet werden.
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Vor der Reise sollten wir uns informieren, welche Variante für unser Wohnmobil geeignet ist. Dabei sind die Fahrzeugklasse, das zulässige Gesamtgewicht und die Bedingungen des jeweiligen Anbieters zu beachten.
Gibt es feste Mautpreise für Wohnmobile?
Nein, einen einheitlichen Mautpreis für ganz Norwegen gibt es nicht. Die Kosten unterscheiden sich je nach Mautstation, Straße, Tunnel, Brücke und Stadt. Außerdem können Fahrzeugklasse und mögliche Rabatte eine Rolle spielen.
Bei der Planung unserer Wohnmobilreise sollten wir deshalb nicht nur die Entfernung zwischen zwei Übernachtungsplätzen berücksichtigen. Auch Mautkosten können sich auf längeren Strecken summieren. Besonders bei Routen durch größere Städte oder über bestimmte Brücken und Tunnel lohnt es sich, die voraussichtlichen Kosten vorab zu prüfen.
Unser Tipp für die Reise mit dem Wohnmobil
Wir empfehlen, vor der Abfahrt die Fahrzeugpapiere zu kontrollieren und das zulässige Gesamtgewicht eindeutig festzustellen. Anschließend sollten wir prüfen, ob eine Registrierung bei einem Mautanbieter sinnvoll ist und welche Bedingungen für unser Fahrzeug gelten.
Aktuelle Informationen und die Möglichkeit zur Prüfung einzelner Mautstrecken finden wir beim offiziellen norwegischen Mautsystem AutoPASS.
Unser Fazit: Die Maut in Norwegen ist dank der automatischen Erfassung unkompliziert, sollte bei der Reiseplanung aber nicht vergessen werden. Ob unser Wohnmobil unter oder über 3,5 Tonnen liegt, kann für die Einstufung und die Abrechnung entscheidend sein. Wenn wir uns vor der Reise informieren, können wir Norwegen entspannt genießen und uns auf das konzentrieren, weshalb wir so gerne mit dem Wohnmobil unterwegs sind: die einzigartige Landschaft und die Freiheit, immer wieder neue Lieblingsplätze zu entdecken.
Wichtige Informationen und offizielle Links
Wichtige Ergänzung für eure Webseite: Ein privat genutztes Wohnmobil über 3,5 Tonnen ist ein Sonderfall. Gehört es zur Fahrzeugklasse M1 und ist ein gültiger AutoPASS-Vertrag mit Mautchip vorhanden, wird es grundsätzlich der günstigeren Tarifgruppe 1 zugeordnet. Für privat und ausschließlich privat genutzte Wohnmobile besteht keine allgemeine Chip-Pflicht allein wegen des Gewichts. Bei gewerblicher Nutzung gelten andere Vorgaben.
Die Mautpreise solltet ihr nicht pauschal nach Gewicht angeben, da sie je nach Strecke und teilweise auch nach Antriebsart und Umweltklasse variieren.
Überladen von Wohnmobilen in Norwegen – unter und über 3,5 Tonnen
Wer mit dem Wohnmobil nach Norwegen reist, sollte nicht nur die Verkehrsregeln und Höchstgeschwindigkeiten kennen, sondern auch das zulässige Gesamtgewicht seines Fahrzeugs im Blick behalten. Gerade bei längeren Reisen kommt schnell einiges an Gepäck zusammen: Fahrräder, Campingmöbel, Lebensmittel, Kleidung, Wasser und natürlich alles, was man für einen entspannten Urlaub an Bord haben möchte.
Doch Vorsicht: Ein überladenes Wohnmobil kann in Norwegen teuer werden. Außerdem kann ein zu hohes Gewicht die Fahrsicherheit beeinträchtigen und besonders auf den teilweise engen, kurvenreichen und steilen Straßen des Landes gefährlich sein.
Wohnmobile bis 3,5 Tonnen
Bei Wohnmobilen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 3.500 kg ist die Zuladung häufig knapper, als man zunächst denkt. Das zulässige Gesamtgewicht darf auch dann nicht überschritten werden, wenn das Fahrzeug äußerlich noch völlig normal aussieht.
Zur tatsächlichen Beladung gehören unter anderem:
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alle mitreisenden Personen einschließlich des Fahrers
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Gepäck, Kleidung und Lebensmittel
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Fahrräder und Fahrradträger
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Campingmöbel und sonstige Ausrüstung
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mitgeführtes Wasser und Gas
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nachträglich eingebautes Zubehör und weitere Ausstattungsgegenstände
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Besonders bei teilintegrierten Wohnmobilen und Kastenwagen kann die verfügbare Zuladung durch umfangreiche Sonderausstattung deutlich geringer ausfallen als erwartet.
Was passiert bei einer Überladung?
Wird das Wohnmobil bei einer Kontrolle in Norwegen gewogen und das zulässige Gewicht überschritten, können je nach Höhe der Überladung und den Umständen Bußgelder beziehungsweise weitere Maßnahmen folgen. Bei einer erheblichen Überladung kann die Weiterfahrt untersagt werden, bis das Fahrzeug ausreichend entladen wurde.
Auch die Achslasten müssen eingehalten werden. Es reicht deshalb nicht aus, wenn das Gesamtgewicht stimmt: Eine einzelne Achse darf ebenfalls nicht überlastet sein.
Wohnmobile über 3,5 Tonnen
Bei Wohnmobilen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3.500 kg gelten teilweise andere Verkehrsregeln als bei leichteren Fahrzeugen. Das betrifft beispielsweise bestimmte Geschwindigkeitsvorschriften und gegebenenfalls die erforderliche Fahrerlaubnis.
Beim Thema Überladung gilt jedoch auch hier: Entscheidend sind das für das Fahrzeug zugelassene Gesamtgewicht und die zulässigen Achslasten. Ein schwereres Wohnmobil darf nicht beliebig zusätzlich beladen werden. Wer beispielsweise ein Fahrzeug mit 4.500 kg zulässigem Gesamtgewicht fährt, darf dieses Gewicht nicht überschreiten, nur weil das Fahrzeug größer und schwerer gebaut ist.
Auch bei diesen Wohnmobilen können bei einer Gewichtskontrolle Überladungen festgestellt werden. Je nach Verstoß drohen Bußgelder und gegebenenfalls die Untersagung der Weiterfahrt bis zur Herstellung eines zulässigen Gewichts.
Gerade bei größeren Wohnmobilen lohnt es sich deshalb, vor der Reise das tatsächliche Gewicht und die Achslasten überprüfen zu lassen.
Wie wird in Norwegen kontrolliert?
In Norwegen können Wohnmobile im Rahmen von Verkehrskontrollen gewogen werden. Zuständig ist unter anderem die norwegische Straßenverkehrsbehörde Statens vegvesen. Kontrollen können beispielsweise an Kontrollstationen oder im Rahmen gezielter Verkehrskontrollen stattfinden.
Wer glaubt, mit einer nur geringfügigen Überschreitung unbemerkt weiterfahren zu können, sollte sich darauf nicht verlassen. Bei einer Kontrolle zählt das tatsächliche Gewicht im Verhältnis zu den für das Fahrzeug geltenden Grenzwerten. Welche Folgen eine Überschreitung hat, hängt unter anderem von der Höhe der Überladung und den maßgeblichen Vorschriften ab.
Unsere Tipps für eine entspannte Norwegenreise
Wir empfehlen, das Wohnmobil möglichst vor Reisebeginn vollständig zu beladen und anschließend wiegen zu lassen. Dabei sollte nicht nur das Gesamtgewicht, sondern auch die Belastung der einzelnen Achsen kontrolliert werden.
Am besten wiegt man das Fahrzeug mit allen mitreisenden Personen, dem üblichen Reisegepäck, den Fahrrädern und der Ausrüstung, die tatsächlich mit nach Norwegen soll. Auch der Füllstand der Wasser- und Kraftstofftanks sollte berücksichtigt werden.
Wer dabei feststellt, dass das Wohnmobil zu schwer ist, sollte unnötiges Gepäck zu Hause lassen und die Beladung sinnvoll verteilen. Schwere Gegenstände gehören möglichst tief und so verstaut, dass die zulässigen Achslasten eingehalten werden.
Unser Fazit: Norwegen ist ein wunderbares Reiseland für Wohnmobilfahrer. Damit wir unsere Touren durch die Fjorde, über die Hochebenen und entlang der Küsten sicher genießen können, gehört die Gewichtskontrolle für uns zur Reisevorbereitung dazu. Ein korrekt beladenes Wohnmobil fährt sich sicherer und erspart im besten Fall unangenehme Überraschungen bei einer Kontrolle.
Da sich Vorschriften und Gebühren ändern können, solltet ihr die Angaben vor Reisebeginn noch einmal überprüfen!